Servus zusammen, eure Sandra hier!
Endlich ist es so weit: Der Schnee schmilzt, die Vögel zwitschern um die Wette und das Allgäu erwacht so langsam aus dem Winterschlaf. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich kann es kaum erwarten, die dicken Winterstiefel gegen die Wanderschuhe zu tauschen! Wenn das Schmelzwasser die Bäche füllt und alles anfängt zu blühen, ist draußen richtig was geboten.
Damit ihr den Frühling so richtig genießen könnt, habe ich meine fünf liebsten Frühlings-Spots für euch zusammengestellt. Packt die Matschhosen für die Kids ein und los geht’s!
1. Wasserkraft pur - der Hinanger Wasserfall
Wenn die Schneeschmelze so richtig in Fahrt ist, zeigt der Hinanger Wasserfall bei Sonthofen erst, was er kann! Es ist beeindruckend, wie das Wasser hier in die Tiefe donnert. Der Weg über die Treppen und schmalen Pfade direkt am Fels ist ein echtes Erlebnis.
Mein Tipp: Die Stufen können durchaus etwas rutschig sein – achtet also auf Schuhe mit gutem Profil. Ein Naturereignis, das im Frühling am meisten Spaß macht.
An ein paar Stellen verläuft der Pfad ungesichert am Hang entlang, daher ist Trittsicherheit wirklich wichtig – besonders, wenn noch Restschnee liegt oder der Boden feucht ist. Der Weg ist zwar leicht zu gehen, aber eben nicht überall „spaziergängig“, und genau das macht ihn so spannend.
Nehmt euch Zeit, schaut gut hin, und genießt die Mischung aus Fels, Wasser und Wald, die diesen kleinen Ausflug so besonders macht.
2. Matschhose an und los: Abenteuer am Galetschbach
In Rettenberg wartet entlang des Galetschbachs der ultimative Abenteuerspielplatz auf eure Kids. Hier wird nicht einfach nur gewandert – hier wird gestaut, balanciert und das Wasser erkundet. Es gibt so viele Stationen zum Spielen und Entdecken. Vergesst die Wechselklamotten im Auto nicht, denn trocken kommt hier garantiert kein kleiner Abenteurer nach Hause!
Entlang des Rundwegs gibt es außerdem viele kleine Erlebnisstationen, die den Spaziergang noch spannender machen – von Wasserrädern über Dufttafeln bis hin zu Tierstimmen, die man per Knopfdruck erraten kann. Besonders praktisch: Der Weg ist kinderwagenfreundlich und damit auch für Familien mit ganz kleinen Entdeckern super geeignet. Und wer Lust auf noch mehr Forscher-Feeling hat, kann sich am Startpunkt sogar einen Forscherrucksack mitsamt Ausrüstung ausleihen – super, um den Bach und seine Bewohner noch genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wo geht’s los und wieviel Zeit sollen wir einplanen? Das erfahrt ihr hier.
3. Spielspaß mit Aussicht: Kurpark Oberstaufen
Der Kurpark in Oberstaufen mit seinen Spielplätzen ist im Frühling ein echter Allrounder. Während wir die ersten warmen Sonnenstrahlen auf einer Parkbank genießen, können sich die Kids auf dem richtig tollen Spielplatz austoben. Alles ist super gepflegt und der Blick auf die Berge ist einfach unbezahlbar. Perfekt für einen entspannten Nachmittag, an dem alle auf ihre Kosten kommen.
Der Park hat aber noch einiges mehr zu bieten: Für größere Kinder gibt es einen richtig coolen Kletterbereich mit mehreren Türmen und einer Zipline, auf der man ordentlich Geschwindigkeit aufnehmen kann. Auch der Pumptrack ist ein Highlight – egal ob Laufrad, Fahrrad oder Inliner, hier können sich die Kids so richtig auspowern. Und wer Lust auf eine kleine Pause hat, findet im benachbarten Café „Auszeit“ einen schönen Platz zum Durchatmen.
4. Kuschel-Alarm: Eichhörnchenwald in Fischen
Ein absoluter Klassiker und im Frühling besonders süß: der Eichhörnchenwald in Fischen.
Die kleinen Flitzer sind nach dem Winter richtig aktiv und freuen sich riesig über eine kleine Nuss‑Spende. Packt euch ein paar ungesalzene Haselnüsse oder Walnüsse ein – mit etwas Geduld fressen euch die kleinen Kerle direkt aus der Hand. Und selbst wenn ihr an manchen Tagen kein Eichhörnchen erwischt, lohnt sich der Spaziergang trotzdem: Der Weg führt durch einen schönen, ruhigen Wald, in dem man wunderbar abschalten kann. Die Kinder haben genug Platz zum Rennen und Entdecken, und die frische Frühlingsluft macht einfach gute Laune. So wird der Ausflug auch ohne tierische Begegnung richtig schön.
5. Natur pur: Der Haldertobel in Blaichach
Zum Abschluss noch ein echtes Naturjuwel: der Haldertobel. Der Weg durch’s Tobel führt entlang der Gunzesrieder Ach und ist im Frühling, wenn alles frisch austreibt, besonders schön. Es gluckert und rauscht an jeder Ecke. Die Strecke ist abwechslungsreich und bietet viele Stellen, an denen man kurz die Füße ins (noch sehr kalte!) Wasser halten oder Steine hüpfen lassen kann. Ein Tobel ist im Grunde eine schmale, vom Wasser ausgewaschene Schlucht – also genau die Art von Gelände, in dem es ständig etwas zu entdecken gibt.
Mit Spiel- und Brotzeitpausen kann man hier gut einen halben Tag verbringen. Nähere Infos zur Tour gibt es hier.
Durch die Mischung aus Fels, Wasser und Wald wirkt der Weg lebendig und ein bisschen abenteuerlich, ohne dabei schwierig zu sein. Genau das macht den Tobelweg im Frühling so besonders: Man ist mittendrin in der Natur, die gerade erst wieder richtig loslegt.
Genießt die frische Luft und das erste Grün – es tut so gut, wieder draußen zu sein!
Viel Spaß beim Entdecken und Genießen,
Eure Sandra von @die.blumswandern


